Zehn Jahre nach dem Foto von Alan Kurdi

Ein Kleinkind in blauer Hose und rotem T-Shirt bäuchlings im Sand. Vor zehn Jahren wurde der syrische Flüchtlingsjunge Alan Kurdi tot an der türkischen Ägäis-Küste angeschwemmt. Migrationsforscher: Foto beeinflusste Blick auf Flucht „Man kann klar sagen, das Foto hat etwas bewegt“, sagt der Migrationsforscher Bastian Vollmer. Es habe zu einer Verschiebung im gesellschaftlichen Diskurs über Flucht und Migration beigetragen, sei ein „Wachrüttler“ gewesen. Was zunächst als friedlich schlafendes Kind wahrgenommen werde, stelle sich nach der automatischen Frage, was da passiert sei, als ertrunkenes Kind heraus. „Weil man sich diese Frage stellt, ist das Bild so wirkungsmächtig“, so Vollmer. Mehr lesen…

» Weiterlesen

So viele Geflüchtete von 2015 arbeiten heute

Zehn Jahre nach der „Flüchtlingskrise“ zeigen Zahlen, wie sich Geflüchtete auf dem deutschen Arbeitsmarkt integriert haben. Eine Migrationsforscherin sieht zwei Baustellen. Mehr zum Beitrag…   Bonus Artikel für Arbeitssuchende: In welchem Beruf verdient man wie viel? Verdient man in Ihrem Job eher gut oder schlecht? Und wie schneidet Ihr Lohn innerhalb Ihres Berufsfeldes ab? Mehr als 1.000 Gehälter im Vergleich.  Mehr lesen…

» Weiterlesen

Positionierung zum Tag des Kirchenasyls am 30.08.2025

Am 30.08. ist der Tag des Kirchenasyls. Der Grund dafür ist, dass dieser Tag der Todestag von Cemal Kemal Altun ist, der wegen politischer Verfolgung aus der Türkei geflohen war, und sich aus Angst vor der Abschiebung in sein Herkunftsland 1983 das Leben nahm. Anlässlich dieses Gedenktags hat die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche e.V. ein Statement veröffentlicht, mit dem sie nicht zuletzt auch dazu aufrufen möchte, den Einsatz für Menschenrechte und Menschenwürde, wie er im Kirchenasyl Ausdruck findet, aufrechtzuerhalten – auch und gerade im Angesicht zunehmender gesellschaftlicher Anfeindungen gegenüber dem Engagement für Geflüchtete. Das Statement ist hier abrufbar. (Quelle: Dr. Tobias Krohmer, EKHN)

» Weiterlesen

Interview mit Judith Desoi im Indeon-Magazin

Das Indeon-Magazin hat ein ausführliches Interview mit Judith Desoi veröffentlicht, der unabhängigen Asylverfahrensberaterin und Leiterin des Ressorts Flucht bei der Regionalen Diakonie Main- und Hochtaunus. In dem Interview bezieht sie Stellung dazu, wie es von einer umfassenden Willkommenskultur zu einer politisch immer stärker verfolgten „Good-bye-Struktur“ gekommen ist. Das Interview ist hier abrufbar. Bildquelle: https://www.hessenschau.de/politik/bundestagswahl/bundestagswahl-tickt-weilrod-im-taunus-auch-2025-wie-ganz-deutschland-v3,btw25-weilrod-100.html

» Weiterlesen

Neue Justizzuständigkeiten bei Asylverfahren in Hessen

Ab dem 01.09.2025 gilt in Hessen eine geänderte Regelung zur Zuständigkeit der Verwaltungsgerichte bei Asylklagen: Die 19. Verordnung zur Änderung der Justizzuständigkeiten sieht vor, dass Verfahren künftig nach Herkunftsländern bestimmten Verwaltungsgerichten zugewiesen werden. Das kann insbesondere bei selbstständig eingereichten Klagen kurz vor Ablauf der Frist zu praktischen Hürden führen – etwa bei persönlicher Vorsprache oder bestehender Residenzpflicht. Die neuen Zuständigkeiten im Überblick: VG Darmstadt: Afghanistan, Eritrea, Somalia, Türkei VG Frankfurt am Main: Iran, Irak, Pakistan VG Gießen: Syrien VG Kassel: Russische Föderation, Georgien, sonstige Herkunftsländer (Quelle: Dr. Tobias Krohmer, EKHN)

» Weiterlesen

Afghanische Frauenrechtlerinnen in Brasilien angekommen

Die ersten Frauen aus der Gruppe afghanischer Menschenrechtsaktivistinnen, die monatelang unter prekären Bedingungen in Pakistan ausharren mussten, sind sicher in Brasilien eingetroffen. Ihre Aufnahme wurde durch zivilgesellschaftliches Engagement und weltweite Spenden ermöglicht, zu denen auch im Newsletter Nr. 7 (2025) des Arbeitskreises Flüchtlingshilfe Hochtaunuskreis aufgerufen wurde. Weitere Frauen warten noch auf Ausreisevisa. Mehr zur aktuellen Entwicklung ist hier zu finden. (Quelle: Dr. Tobias Krohmer, EKHN)

» Weiterlesen

Forderung nach Aufrechterhaltung des Abschiebestopps nach Afghanistan verhallt offenbar ungehört

Gerade erst hatten Pro Asyl und die Flüchtlingsräte der Länder die Bundesregierung aufgefordert, alle Gespräche mit der Taliban-Regierung in Afghanistan auszusetzen und einen förmlichen Abschiebestopp in das Land zu verhängen. Dieser Appell stieß beim Bundesinnenminister jedoch offenbar auf taube Ohren. Am Morgen des 18.07.2025 startete erstmals seit fast einem Jahr wieder ein Abschiebeflug nach Afghanistan – der zweite Flug dieser Art seit der Machtübernahme durch die Taliban. Bei den ausgeflogenen Personen soll es sich ausschließlich um Straftäter handeln. Wie bei vielen Maßnahmen des Innenministers wirkt auch diese Aktion vor allem symbolisch. Denn genau für diesen Tag hat er Vertreter aus fünf europäischen Nachbarländern zu einem sogenannten „Migrationsgipfel“ auf die Zugspitze eingeladen. Thema des Treffens soll sein, wie die ohnehin schon stark restriktive Migrationspolitik weiter verschärft werden kann. (Quelle: Dr. Tobias Krohmer, EKHN)

» Weiterlesen

Keine Erkundungsreisen für Syrer – BaMF prüft Widerrufe

Schutzberechtigte aus Syrien dürfen weiterhin nicht ohne Folgen in ihr Herkunftsland reisen. Eine von der Ampel-Koalition diskutierte Möglichkeit sogenannter „Erkundungsreisen“ wurde verworfen. Das Bundesinnenministerium betont: Heimreisen können zum Widerruf des Schutzstatus führen – Ausnahmen gelten nur bei besonderen Härtefällen, etwa einer schweren Erkrankung von Angehörigen. Zudem prüft das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BaMF) verstärkt den Schutzstatus von syrischen Staatsangehörigen, insbesondere bei Straftätern und sogenannten Gefährdern. Im laufenden Jahr wurden über 10.000 Widerrufsverfahren eingeleitet, in 97 Fällen kam es zum tatsächlichen Widerruf. Ausführlichere Informationen sind in diesem Beitrag von Merkur.de zu finden. (Quelle: Dr. Tobias Krohmer, EKHN)

» Weiterlesen
1 2 3 4 5 36