Ein Interview mit Andreas Lipsch

„Es geht um alle. Es muss um alle gehen, weil Hoffnung, Zuversicht und Zukunft nie gegen andere, sondern nur mit anderen möglich sind. Das gilt international, das gilt in Deutschland, in Hessen, in jedem Gemeinwesen.“ — Andreas Lipsch Seine Positionen finden Resonanz, zugleich ist seine Sorge um die Zukunft von Menschenrechten und um Errungenschaften wie das Asylrecht groß: Ein Gespräch mit Pfarrer Andreas Lipsch, dem Interkulturellen Beauftragten der Evangelischen Kirche in Hessen Nassau und Leiter der Abteilung Flucht, interkulturelle Arbeit, Migration der Diakonie Hessen. Vor welcher Herausforderung stehen wir heute? „Die Herausforderung liegt nicht darin, dass wir zu viel Migration haben, wie oft zu hören ist, sondern darin, dass wir zu wenig Migration haben. Und deshalb hoffen wir, dass Verantwortliche endlich die Perspektive wechseln und Migration nicht länger vor allem als Problem sehen. Migration ist Teil der Lösung. Darüber wird viel zu wenig gesprochen, dabei ist dieser Perspektivwechsel dringend notwendig. In den vergangenen Jahren ist integrationspolitisch vieles gut gelungen, daran sollten wir anknüpfen.“ Woran anknüpfen? „Zum Beispiel an die Arbeitsmarktintegration der letzten zehn Jahre, die insgesamt ausgesprochen erfolgreich gewesen ist. Herbert Brücker, Leiter des Forschungsbereichs Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg, hat

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Kinderbuch zur Stärkung von aus der Ukraine geflüchteten Kindern

Die Abteilung für psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Tübingen hat ein Kinderbuch herausgegeben, das aus der Ukraine geflüchteten Kindern helfen soll, ihre Fluchterfahrung zu verarbeiten. Auf dieser Internetseite kann das Kinderbuch als pdf-Datei in den Sprachen Deutsch, Englisch, Ukrainisch und Russisch heruntergeladen werden. Darüber hinaus ist es dort auch als Hörbuch in den besagten Sprachen abrufbar. Es kann aber auch als Printversion per Email bestellt werden. (Quelle: Dr. Tobias Krohmer, EKHN)

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Zehn Jahre nach dem Foto von Alan Kurdi

Ein Kleinkind in blauer Hose und rotem T-Shirt bäuchlings im Sand. Vor zehn Jahren wurde der syrische Flüchtlingsjunge Alan Kurdi tot an der türkischen Ägäis-Küste angeschwemmt. Migrationsforscher: Foto beeinflusste Blick auf Flucht „Man kann klar sagen, das Foto hat etwas bewegt“, sagt der Migrationsforscher Bastian Vollmer. Es habe zu einer Verschiebung im gesellschaftlichen Diskurs über Flucht und Migration beigetragen, sei ein „Wachrüttler“ gewesen. Was zunächst als friedlich schlafendes Kind wahrgenommen werde, stelle sich nach der automatischen Frage, was da passiert sei, als ertrunkenes Kind heraus. „Weil man sich diese Frage stellt, ist das Bild so wirkungsmächtig“, so Vollmer. Mehr lesen…

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So viele Geflüchtete von 2015 arbeiten heute

Zehn Jahre nach der „Flüchtlingskrise“ zeigen Zahlen, wie sich Geflüchtete auf dem deutschen Arbeitsmarkt integriert haben. Eine Migrationsforscherin sieht zwei Baustellen. Mehr zum Beitrag…   Bonus Artikel für Arbeitssuchende: In welchem Beruf verdient man wie viel? Verdient man in Ihrem Job eher gut oder schlecht? Und wie schneidet Ihr Lohn innerhalb Ihres Berufsfeldes ab? Mehr als 1.000 Gehälter im Vergleich.  Mehr lesen…

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Positionierung zum Tag des Kirchenasyls am 30.08.2025

Am 30.08. ist der Tag des Kirchenasyls. Der Grund dafür ist, dass dieser Tag der Todestag von Cemal Kemal Altun ist, der wegen politischer Verfolgung aus der Türkei geflohen war, und sich aus Angst vor der Abschiebung in sein Herkunftsland 1983 das Leben nahm. Anlässlich dieses Gedenktags hat die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche e.V. ein Statement veröffentlicht, mit dem sie nicht zuletzt auch dazu aufrufen möchte, den Einsatz für Menschenrechte und Menschenwürde, wie er im Kirchenasyl Ausdruck findet, aufrechtzuerhalten – auch und gerade im Angesicht zunehmender gesellschaftlicher Anfeindungen gegenüber dem Engagement für Geflüchtete. Das Statement ist hier abrufbar. (Quelle: Dr. Tobias Krohmer, EKHN)

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Interview mit Judith Desoi im Indeon-Magazin

Das Indeon-Magazin hat ein ausführliches Interview mit Judith Desoi veröffentlicht, der unabhängigen Asylverfahrensberaterin und Leiterin des Ressorts Flucht bei der Regionalen Diakonie Main- und Hochtaunus. In dem Interview bezieht sie Stellung dazu, wie es von einer umfassenden Willkommenskultur zu einer politisch immer stärker verfolgten „Good-bye-Struktur“ gekommen ist. Das Interview ist hier abrufbar. Bildquelle: https://www.hessenschau.de/politik/bundestagswahl/bundestagswahl-tickt-weilrod-im-taunus-auch-2025-wie-ganz-deutschland-v3,btw25-weilrod-100.html

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