Staatenlose Flüchtlinge im Main-Taunus-Kreis

Am 29.6. fand im Stadtmuseum Hofheim ein Länderinformationsabend zum Thema Staatenlosigkeit bei Flüchtlingen statt. Die vom Katholischen Bezirksbüro Main-Taunus organisierte Veranstaltung zählte gut 50 Besucher, darunter auch ca. 20 Flüchtlinge. Einige von ihnen berichteten über die besonderen Probleme, denen staatenlose Flüchtlinge inner- wie außerhalb des Herkunftslandes ausgesetzt sind: Seit inzwischen mehreren Generationen leben etwa Palästinenser in Syrien und Afghanen im Iran. Weder sind sie ihrem Heimatland bekannt noch haben sie einen dauerhaften Aufenthaltsstatus in dem Land, das den Lebensmittelpunkt bildet. Auch Menschen aus Eritrea bzw. Äthiopien, bei denen ein Elternteil jeweils aus dem anderen Land kommt, können in keinem der Länder mehr leben. Weiterhin kam die Lage in Somalia zur Sprache, wo es keine Zentralregierung mehr gibt, vielmehr das Land in selbständige und z.T. verwaltungsfreie Regionen zerfallen ist. Seit über 20 Jahren gibt es außerhalb der großen Städte keine Behörde mehr, die Ausweise ausstellen würde und dementsprechend besaßen und besitzen viele Somalier zeitlebens keinen Ausweis. Alle Machtstrukturen, seien sie öffentlicher oder verwandtschaftlicher Struktur kämpfen ihrerseits gegen Al-Shaabab. In diesen Kämpfen sind täglich viele Opfer zu beklagen, die Infrastruktur des Landes ist völlig zerstört, die Versorgung mit Strom, Wasser und Lebensmitteln ist nicht mehr gesichert und es ist keine Zukunftsperspektive mehr

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Arbeit für Flüchtlinge

Frankfurter Rundschau (9.05.2017) Der Königsteiner Freundeskreis Asyl engagiert sich erfolgreich für die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt. Um in Deutschland anzukommen, ist Dunya Majboor schon weite Wege gegangen. Wenn bei Schnee der Bus nicht fuhr in den Ortsteil von Königstein, in dem die Afghanin mit ihrem Mann und zwei Töchtern wohnt, ging sie kurzerhand zu Fuß zum Integrationskurs in Oberursel. Sie macht ihren Führerschein, spart Fahrstunde um Fahrstunde zusammen, die Theorieprüfung hat sie schon bestanden, „null Fehler“, sagt sie stolz. „Ich bin nicht nach Deutschland gekommen, um hier nur zu Hause zu sitzen. Ich will arbeiten und ein ganz normales Leben führen, wie andere Frauen hier auch. In Afghanistan habe ich zwar auch gearbeitet, konnte aber aus politischen Gründen nicht frei leben.“ Dass die 33-Jährige, die vor fünf Jahren nach Deutschland kam, nun als Teil ihres berufsbegleitenden Deutschkurses ein Praktikum in der internationalen Wirtschaftskanzlei „Clifford Chance“ in Frankfurt absolviert, hat sie aber neben ihrem Ehrgeiz und der rund zehnjährigen Arbeitserfahrung bei US-amerikanischen und japanischen Organisationen in Kabul auch der Unterstützung zweier engagierter Flüchtlingshelferinnen zu verdanken. Anna Basse und Maren Hartauer sind Personalberaterinnen und Coaches. Und sie engagieren sich ehrenamtlich im Freundeskreis Asyl in der Hochtaunusgemeinde – eine Schnittstelle, an

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„Fahrräder für Flüchtlinge“ – Diakonie und Tisch&Teller ziehen positive Bilanz

Über 200 Fahrräder wurden für das Projekt gespendet, oft noch in astreinem Zustand. Die Mitarbeiter von Tisch & Teller haben die Räder bei den Spendern abgeholt. Viele Besitzer waren von der Idee, mit einer einfachen Sachspende Gutes tun zu können, aber auch so angetan, dass sie ihre Räder persönlich beim Sozialkaufhaus vorbei gebracht haben. Hier gehts zum ganzen Artikel.

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