14.11.2019 — Workshop: Rassismus in der pluralen Gesellschaft

Workshop: Rassismus in der pluralen Gesellschaft Betroffenenperspektiven im Mittelpunkt der Auseinandersetzung


Donnerstag, 14.11.2019, 10:00 – 16:00 Uhr
Familienoase im Gemeindehaus St. Vitus, Kapellenstr. 1. 65830 Kriftel
Referenten: Manuel Glittenberg und Christa Kaletsch
Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik in Kooperation mit der KEB Main-Taunus und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Main-Taunus
kostenfrei
Anmeldung: KEB Main-Taunus, 069 8008718-470, keb.maintaunus(at)bistumlimburg.de

Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist die Geschichte einer pluralen Gesellschaft. Als solche wird sie jedoch häufig nicht selbstverständlich erzählt. Unhinterfragte Vorstellungen gesellschaftlicher Homogenität sind vielerorts weiterhin wirkmächtig. Rassismus und rechte Gewalt sind fester Bestandteile der Geschichte und Gegenwart, eine Auseinandersetzung damit wird jedoch häufig durch Bagatellisieren und Negieren abgewehrt. Gleichzeitig bestehen vielfältige Kämpfe um Wahrnehmung, Aufklärung und Anerkennung rassistischer Gewalt und Praxen des Erinnerns. Hierbei sind die Perspektiven Betroffener von zentraler Bedeutung.

Wer erinnert wie an was? Welche Ereignisse sind und bleiben präsent? Und welche geraten schnell in Vergessenheit? Wessen Spuren werden verwischt oder unsichtbar gemacht? Welche Deutungen, wessen Perspektiven gewinnen Aufmerksamkeit? Wessen Expertise wird anerkannt? – Mithilfe dieser Fragen kann ein Rahmen für die Auseinandersetzung mit einer (multiperspektivischen) Erinnerungskultur in der pluralen Gesellschaft aufgespannt werden.

Der Workshop folgt dieser Spur und eröffnet Wege, die alle Teilnehmenden einlädt, Rassismus als Herausforderung für eine demokratisch verfasste, plurale Gesellschaft ernstnehmen. Wir befassen uns auf Grundlage von Demokratie und Menschenrechten kritisch mit problematischen Wahrnehmungs- und Handlungsroutinen im Umgang mit rassistischer Gewalt, um uns für die Auseinandersetzung mit Rassismus zu stärken und solidarische Handlungsoptionen entwickeln zu können.

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